Premiere für Otomo- KKJS im Karate

Kreis-, Kinder- und Jugendspiele im Karate 2016

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Jährlich veranstaltet der Oberlausitzer Kreissportbund dieses Ereignis in den unterschiedlichsten Sportarten. Für die Sportart Karate war die Karate Schule OTOMO Zittau in diesem Jahr der Ausrichter und es war eine Premiere, solch eine Veranstaltung, in dieser Größenordnung, auszurichten. Der bisherige Ausrichter, unsere Sportfreunde aus Görlitz, hatte die Messlatte recht hoch gehangen. Schon frühzeitig begann die Vorbereitung mit der Hallenauswahl und –bestellung, dann ging es in kleineren organisatorischen Schritten weiter bis zur Ausschreibung und abschließend hinein in die heiße Phase der Teilnehmererfassung und –aufbereitung. Starterlisten erstellen, Setzungen beachten, kontrollieren, verwerfen, anpassen bis alles stimmte. Unmittelbar vor dem Wettkampftag stand dann die Vorbereitung der Halle an: Matten auslegen, Pools abkleben, Equipment für die Tischbesatzungen und Kampfrichter bereitstellen, den Cateringbereich einrichten usw. Alles ging einigermaßen reibungslos und die vorbereitete Wettkampfstätte erwartete die Akteure. … » mehr »

Fünf Jahre – eine Prüfung

Thomas Hönel und Dinah Kretschmer nach den Dan-Prüfungen im niederländischen Veldhoven
Thomas Hönel und Dinah Kretschmer nach den Dan-Prüfungen im niederländischen Veldhoven

Es ist eine konzentrierte Atmosphäre, gepaart mit einem Schuss Nervosität welche da in der Dojo-Luft des „Koryu kan“ im niederländischen Veldhoven liegt. Wir Dan-Prüflinge haben noch wenige Sekunden, darunter Dinah und ich, dann startet die Prüfung.

Die kleine hochkarätige Prüfungskommission nimmt aufmerksam Platz. Erste Kommandos, jetzt geht es los: Aufstellung, Atmung, Konzentration, Kontrolle, Techniken, Wiederholung, noch einmal, Unterbrechung. Wiederholung. Rückfragen, Einzeltechniken, Rückfragen. Was wie, warum jetzt, verlangt wird eine Definition – nur welche? Der Prüfer McCarthy hanshi bohrt nach, will es genau wissen. Erläuterungen, wie, warum, weshalb. „Aha, dass will er wissen, darauf will er hinaus.“ geht es mir durch den Kopf. „Prüfungen sind Ausnahmesituationen. Sie versetzen den Prüfling in eine Situation, die ungeplant, chaotisch und unvorhersehbar ist.“ wird Minuten später Olaf Krey sensei uns als Feedback mitgeben. Irgendwie gewußt, jetzt jedoch wieder klarer. Doch zurück zum Geschehen. Wieder Aufstellung, Namen werden gerufen, Urkunden überreicht. McCarthy hanshi ruft meinen Namen, auf nach vorn, Gruß, Urkunde, Verbeugung, Dank, zurückflitzen in die Reihe, Seiza. Uff.

Fünf Jahre Vorbereitung, davon die vergangenen drei Jahre intensiv, liegen hinter mir. Abgabe der theoretischen Arbeit zur Dan-Prüfung, geschafft. Das geforderte, äußerst umfangreiche, Curriculum geschafft. Doch vor der Dan-Prüfung ist nach der Dan-Prüfung, denn eine theoretische Aufgabe steht mir noch bevor. „Schaffe ich, weiß ich.“ ganz tief in mir bin ich mir sicher. Nach den Jahren der intensiven Vorbereitung weiß ich vieles mehr über mich. Meine Stärken und meine Schwächen, über mein inneres Ich, meine mentale Haltung. Über das Was und das Warum, über Höhen und tiefe Tiefen, über das Aufgeben und das Weitermachen.

Nun werden Fragen kommen wie: „Warum machst Du das? Warum tust Du Dir das an? Was hast Du davon?“ Vor Jahren haben mich diese Fragen verstört. Nun kann ich sie mit Ruhe und großer innerer Gelassenheit beantworten. Die Antwort beinhaltet ein Ja und ein Nein, ein einerseits und ein andererseits. Wie so viele Dinge unserer Welt, die in sich Helligkeit und Dunkelheit, Stärke und Schwäche, hart und weich, Starre und Fluß vereint.

Dinah hält inzwischen ebenfalls ihre Dan-Urkunde für ihre 4. Schwarzgurtprüfung im Koryu-Uchinadi in den Händen. Ich bestehe auf eine Foto von uns beiden. Denn ohne Dinah würde ich heute nicht da stehen wo ich stehe. Dinah ist ein Kampf- und Methodikschatz. Ich bin ihr dankbar für Training und Austausch, für Geduld und für Herausforderung!

Thomas Hönel | thomashoenel.de

Soundkarate- eine weitere Bereicherung für Otomo

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Janine Teichgräber hat Ende April, trotz etwas anderer Umstände, die Möglichkeit der Zertifizierung zur Soundkarate-Trainerin im Verein erlangt und konnte an einem vollgepackten Seminar- und Praxistag tolle Erfahrungen und Ideen sammeln, die natürlich auch ins Kindertraining der Karate-Schule Otomo einfließen werden! Bei dem Begriff Soundkarate assozieren ohne Frage, die Meisten, Karate mit Musik.. aber das ist bei weitem nicht alles, was das Trainingskonzept des Soundkarate zu bieten hat.

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Viel mehr geht es hier um ein kind- und jugendgerechtes Training, welches die Karatetechniken zum Teil spielerisch, aber auch rhythmisch verpackt. Zudem kommt noch eine gehörige Portion Athletik in Form von verschiedensten Parcour´s dazu, die die Grundlage für das Erlernen von sporttechnischen Fertigkeiten darstellt und die sportmotorischen Grundfähigkeiten, wie Laufen oder Springen sowie die Palette der koordinative Fähigkeiten (Gleichgewicht, Reaktion, Rhythmus, Differenzierung usw.) enthält. Diese vielfältigen Fähigkeiten können isoliert, aber meistens jedoch kombiniert geschult und natürlich mit einfachen sowie später komplexen Karatetechniken verbunden werden. So dass bei jeder Trainingseinheit ein klarer Bezug zum Karate wiederzufinden ist.

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Des Weiteren beinhaltet das Trainingskonzept Soundkarate auch die Reifung und Ausbildung der kognitiven Prozesse der Kinder und Jugendlichen, denn ein weiterer Hauptbestandteil des Trainings ist die Selbstverteidigung… hier sind die Kids nicht nur körperlich gefordert, sondern müssen die Thematik auch mit Köpfchen bearbeiten, beispielsweise Lösungsmöglichkeiten in Gruppen besprechen und diese dann praktisch umsetzen. So kann in diesem Bereich ein alltagsbezug gewährleistet werden, denn jedes Kind wird sicherlich irgendwann ein mal in die Situation geraten, wo es z .B. geschubst oder von einem fremden Erwachsen angesprochen wird… doch welches Verhalten ist dann richtig???

Aber Soundkarate wird natürlich auch seinem Namen gerecht, so werden erwartungsgemäß auch einige Übungen mit Musik ausgeführt, hier kommt es natürlich auf den Beat an. Denn umso schneller der Beat ist, umso intensiver sind die Übungen :-) aber das werden wir alles noch im Training ausprobieren und kennenlernen. Der Musik sind fast keine Grenzen gesetzt, hier können die Musikwünsche der Kids und Jugend ohne Weiteres berücksichtigt werden, was natürlich einen hohen Motivationsfaktor in sich trägt ;-). Besonders geeignet sind beim Üben mit Musik das Trainieren der Viererblöcke, hierunter verbrigen sich 4 Techniken, die als Kombination am Platz oder in Bewegung trainiert werden. Das können Technikblöcke aus den verschiedenen Kata sein oder frei zusammengesetzte 4er-Techniken. Eine wichtige Säule des Trainingskonzepts Soundkarate fehlt noch, die Vierte! Sie deckt sämtliche Partnerübungen ab, die zu Beginn an Stangen mit Pratzen oder Softbällen durchgeführt werden, um ein Distanzgefühl zu entwickeln und im fortschreitenden Training dann natürlich auch live mit bzw. am Partner agiert wird. Auch hier ist ein Musikeinsatz möglich sowie sinnvoll und dadurch eine gute Rhythmusschulung, besonders wenn Übungen zur Freikampfvorbereitung im Fokus stehen.

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Wenn nach diesem Trainingskonzept trainiert wird, sollten sich natürlich auch die Gürtelprüfungen an die neuen oder besser etwas anders verpacken Trainingsinhalte orientieren und genau diese Möglichkeit bietet das Soundkarate… Die Prüfungen der Kids und „jungen“ Jugendlichen werden dann nach dem Trainingskonzept und der entsprechenden Prüfungsordnung des Soundkarate stattfinden, aber alles Weitere und detailierte Informationen dazu werden rechtzeitig im Training bekannt gegeben und ausführlichst besprochen.

Nun sind wir aber voller Vorfreude und können Euch schon jetzt mitteilen, dass es in Zukunft einige Änderungen im Kindertraining geben wird… lasst euch überraschen :-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Koryu Uchinadi Seminar am 16./17. April

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Aus Nah (Sachsen) und Fern (bis aus Rheinland-Pfalz) kamen dieses Wochenende Karateka im Otomo Dojo in Zittau zusammen, um gemeinsam unter der Anleitung von Renshi Olaf Krey (5. Dan) zu üben und sich mit der Geschichte des Koryu Uchinadi zu beschäftigen.  Koryu Uchinadi basiert auf den fünf alten Kampfkünsten Okinawas und des Ryukyu Königreichs. Diese fünf Kampfkünste sind Ti’gwa (Schlagtechniken), Tuite (Kontrolltechniken/Grifftechniken), Tegumi (Ringen), Kata (festgelegte Formen) und Buki’gwa (Waffen). Olaf Krey sensei unterrichtet Koryu Uchinadi und Yamane Ryu als offizieller Vertreter von Hanshi Patrick McCarthy (9. Dan) in Deutschland. … » mehr »