Kyusho Jitsu

Kyusho Jitsu, was verstehen wir darunter ?

Kyusho Jitsu ist die Kunst von Kampftechniken die auf die Vitalpunkte des menschlichen Körpers einwirken. Durch die Manipulation dieser Punkte werden energetische bzw. neurologische Vorgänge im menschlichen Körper so beeinflusst, dass dies zu Gleichgewichtsstörungen, Kraftverlust, Schmerz, bis hin zur Ohnmacht führen kann. Kyusho Jitsu ist eine reine Kampfkunst und kann wegen seiner Wirkungen nicht als Kampfsport verwendet werden. Allerdings kann es mit dem richtigen Wissen ohne Probleme in jedes Kampfkunstsystem integriert werden.

Die wichtigste Grundvoraussetzung ist das Studium der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Hierzu gehört das Wissen über Yin und Yang, die fünf Elemente und ihr Entstehungs- und Zerstörungszyklus, der Verlauf der Meridiane und ihre Zuordnung zu den Organen und deren Polarität.

Ein unerlässlicher und bedeutsamer Bestandteil des Kyusho Jitsu sind die Reanimationstechniken und Techniken der Energetischen Wiederherstellung, zusammengefasst unter dem Begriff Kuatsu.

Die Techniken des Kyusho Jitsu haben im asiatischen Raum eine historisch lange Entwicklungsgeschichte. Dank George Dillman der bei den Meistern Hohan Soken und Seiyu Oyata aus Okinawa lernte verbreitete sich die Vitalpunktstimulation von den USA aus auch nach Europa und fand Einzug in die einschlägigen Kampfkünste. Im Deutschen Karateverband ist Fritz Oblinger (9. DAN Kusho Jitsu) federführend für die Aus- und Weiterbildung tätig. Wir in der Karate Schule OTOMO Zittau folgen im Wesentlichen seiner Lehrmeinung. In unserem Verein sind für die Ausbildung verantwortlich Heinz Deecke (2. DAN Kyusho Jitsu) und assistierend Lutz Michalsky.