Kenjutsu in der Karate-Schule OTOMO

Unser Kenjutsu ist ein offener Stil auf der Grundlage von verschiedenen japanischen Stilrichtungen und vermittelt einen Einblick in den Japanischen Schwertkampf.

Trainingszeit: montags 17:30 – 19:00 oder auf Anfrage // Hartmut Burghardt loxoro[at]web.de

Auf Grund der geistigen und körperlichen Anforderungen ist ein Mindestalter von 16 Jahren Voraussetzung !

In Deutschland ist Japanischer Schwertkampf nicht so verbreitet wie z.B. Judo, Karate und andere Kampfsportarten. Deshalb ist es auch schwierig an einem Seminar teilzunehmen oder eine Prüfung im Kenjutsu abzulegen. Wer darauf keinen Wert legt, ist herzlich willkommen. Die Beiträge, in der Karate-Schule OTOMO Zittau, sind im Vergleich zu anderen professionellen Kenjutsu-Schulen in Deutschland gering.

Unser Übungsleiter Sensei Hartmut Burghardt trainiert seit 2004 Japanischen Schwertkampf und ist Inhaber des Schwarzgurtes in Iaido (Muso Jikiden Eishin Ryu). Er hat darüber hinaus erfolgreich verschiedene Schülerprüfungen im Ju-Jutsu, Karate, Kenjutsu und Kyuso waza bestanden.

Das Training beinhaltet folgende Trainingsformen:

  • Kihon (Grundtechniken)
  • Kata (festgelegte Bewegungsabläufe)
  • Kumitachi (Partnerübungen)
  • Iaido (blitzschnelles Ziehen des Schwertes)

Kenjutsu
bedeutet Schwertkunst der Samurai. Kenjutsu ist traditioneller japanischer Schwertkampf und zählt daher zu den alten japanischen Kampfkünsten, die auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Die Techniken und Prinzipien wurden über viele Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergeben. In den klassischen Kenjutsu-Schulen gibt es keinen sportlichen Wettkampf. Es wird ohne Schutzausrüstung mit dem Holzschwert (Bokken) geübt.

Iaido
bedeutet, die Kunst das Schwert zu ziehen. Durch die abgerundete Form des Schwertes wird eine schneidend-ziehende Bewegung verlangt, um einen sauberen Schnitt zu setzen. Der Grundgedanke des japanischen Schwertumgangs besteht darin, dass das Schwert aufgrund seines Eigengewichtes (ca. 1000g) schneidet und von den Händen lediglich in der Bahn gehalten und geführt wird. Natürlich wird ein gewisser Kraftaufwand gefordert, da es auch Knochen und eventuell Rüstungsgegenstände zu durchdringen gilt, die Schwertführung ist im Allgemeinen jedoch von Lockerheit bestimmt.
Schwerpunkt der japanischen Schwertbeherrschung liegt auf der Schnelligkeit und Präzision, nicht auf der Kraft und Ausdauer. Meistens entscheidet der erste Schnitt über Leben und Tod, ausdauernde Kämpfe, wie häufig in Filmen zu sehen, sind eine reine Erfindung der Filmindustrie.

Training für Körper und Geist
Im Vordergrund steht das üben der Kata (festgelegte Übungsform, mit und ohne Partner). Durch das ständige Üben der Kata wird der Schüler die Prinzipien von Abstand und Geschwindigkeit erlernen und ständig verbessern. Die Kata muss jedes Mal von neuem entdeckt und mit Leben gefüllt werden.
Die Bewegungsabläufe sind keine totalen Formen. Nur so ist es möglich, sich ständig zu verbessern und den Körper und Geist wieder zu entwickeln. Das Erlernen des Kenjutsu erfolgt in besonderem über den Körper. Der Geist hat dabei die Aufgabe, immer mehr loszulassen.

Weg des Kriegers
Das Training diente dazu, den Samurai auf den Kampf vorzubreiten. Der Sieg auf dem Schlachtfeld stand im Vordergrund. Die Meister erkannten, dass ein wahrer Erfolg immer auch ein Sieg über sich selbst sein muss. Wer andere besiegen will, muss sich erst einmal selber besiegen, Durch ständiges üben und einer Konfrontation mit den eigenen Stärken und Schwächen werden die Kampftechniken zum „Weg des Kriegers“. Das Schwert hat seine Bedeutung als Waffe verloren. Die verbundenen Tugenden wie Aufrichtigkeit, Mut und Entscheidungskraft haben nach wie vor Gültigkeit. Viele Führungskräfte in Japan und weltweit trainieren Schwertkampf wie Kenjutsu, Kendo oder Iaido. Die Kriegstechnik hat sich in den „Weg des Kriegers“ gewandelt