Neue Allgemeinverfügung und Konsequenzen für uns

Hallo Kämpfer,

Corona macht uns nun schon wieder einen Strich durch unsere Bemühungen auf dem Weg des Karate voranzukommen. Zumindest was den gemeinsamen Trainingsbetrieb anbelangt. Demnach wird der organisierte Trainingsbetrieb bis auf Weiteres nicht mehr möglich sein.

Verordnung
des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales
und Gesellschaftlichen Zusammenhalt
zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19
(Sächsische Corona-Schutz-Verordnung – SächsCoronaSchVO)
Vom 30. Oktober 2020

 https://www.coronavirus.sachsen.de/download/2020_10_30_SaechsCoronaSchutzVO.pdf

Es gibt aber einen kleinen Lichtblick in dem ganzen Dunkel. Da Karate per Definition zu den „Individualsportarten“ gehört können wir einen Passus der Allgemeinverfügung nutzen.

§4 Schließung von Einrichtungen und Angeboten
(1) Verboten sind die Öffnung und das Betreiben mit Ausnahme zulässiger
Onlineangebote von:

6. Anlagen und Einrichtungen des Freizeit- und Amateursportbetriebs mit Ausnahme
des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand und des
Schulsports. Dies gilt nicht für das für Individualsportarten organisierte Training sowie
deren Sportwettkämpfe ohne Publikum sowie für Sportlerinnen und Sportler,

Das heißt, man kann allein oder mit einem weiteren Dojomitglied oder mit den Angehörigen des eigenen Haustandes das Dojo nutzen. Beispielsweise für die Prüfungsvorbereitung. Sprecht dazu mit euren jeweiligen Übungsleitern/Trainern um Termine zu vereinbaren. Es gelten aber alle bis dato üblichen Hygieneregeln weiter.

Soweit die aktuelle Lage. Erwartungsgemäß wird es bald wieder Angebote für entsprechende Heimtrainings geben. Nutzt diese vorrangig oder greift, auf noch im Internet befindliche zurück. Joggen, Walken, Wandern u.ä. kann man aber auch jeder Zeit. Also bleibt in Bewegung und vor allem Gesund.

Euer Vorstand

Prüfungseminare

Liebe Sportfreunde, resultierend aus der aktuellen „Pandemieentwicklung“ müssen wir diesen Termin leider absagen. Wir hoffen, ihn im Dezember, nachholen zu können. Bleibt trotzdem dran an der Prüfungsvorbereitung und vor allem GESUND!

Rekordlehrgang mit Fritz Oblinger und Marco Leib am 10.10.2020 in Dresden

Es ist als Ausrichter eine absolute Freude, wenn man am Samstagmorgen um 10.00 Uhr in der Halle steht und über 120 erwartungsfrohe Karateka vor sich sieht. So geschah es am 10.10.2020 bei uns in Dresden. Die beiden Sensei Fritz Oblinger (8. Dan) und Marco Leib (4. Dan) begeisterten die angereisten Shotokan Karatekas. Das Gruppenbild mit Coronaabstand wurde bereits zum Renner auf Facebook und steht sinnbildlich für das tolle Erlebnis. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kamen aus 26 verschiedenen sächsischen und bayrischen Vereinen. Allein diese Vielfalt zeigt die Zusammenarbeit der säschischen Shotokandojo und die Lust auf das gemeinsame Training. (Zitat DKT e.V.)

von links: Matthias, Wieland, Swetlana, Sensei Fritz Oblinger, Heinz, Tobias, vorn Thomas, nicht im Bild Bernd U.

Auch wir als OTOMO’s waren gut vertreten und konnten einen sehr lehr- und aktionsreichen Tag verbringen. Beginnend mit einer von rhythmischen Beats unterstützen Erwärmung stimmte sich die Oberstufe mit einer Reihe von selten geübten Tritttechniken, sowohl als Solo-, wie auch als  Partnerübung, in das Kommende ein. Nach dieser ersten Einheit konnten wir uns bei Marco mit der Kata Nijushiho beschäftigen. Der Ablauf der Kata war das Eine und uns als „Oberstufler“ hinlänglich bekannt. Interessanter waren da schon die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten der Techniken der Kata. Da Marco auch ein ausgezeichneter Kenner des Kyusho Jitsu ist und diese Erfahrungen natürlich in das Katabunkai einfließen lässt, werden solche Übungen ggf. auch zu einer schmerzvollen Angelegenheit. In der Nachmittagseinheit beschäftigten wir uns bei Sensei Fritz mit der Kata Sochin und der Shito Ryu Form der Kata Pinan Shodan (entspr. der Heian Nidan im Shotokan). Das Eindringen in das Wesen der Kata ist bei Fritz immer pure Praxis. Er vermittelt die Techniken anschaulich so wie der Sinn der Kata einmal war, ein Mittel zum Überleben in Gefahrensituationen und wenn man so will auf die heutige Zeit übertragen die „Straßentauglichkeit“ der Karatetechniken. Wie schon beim vorhergegangenen Training eine Herausforderung für Geist und Körper. Zusammengefasst ist es so zu sehen. Kampferfahrung führte in der Vergangenheit zur Entwicklung der Kata und auf dieser Basis vermittelten die beiden Referenten Karatepraxis/Praktisches Karate.

Wir alle hatten einen großen praktischen Nutzen aus dieser Veranstaltung gezogen und konnten mit erweitertem Horizont die Heimreise antreten. In diesem Zusammenhang ist der Mannschaft des Dresdner Karate Team e.V. um Jörg Dietz und Romy Bach sehr zu danken das die Veranstaltung zustande gekommen ist und trotz der gegenwärtigen Beschränkungen und Auflagen durchgeführt werden konnte. Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig die sozialen Bezüge aufrechtzuhalten und zu pflegen denn diese tragen maßgeblich dazu bei optimistisch und gesund zu bleiben, mehr als andere jetzt als so wichtig dargestellte Auflagen.

-mens sana in corpore sano- wussten schon die alten Lateiner

Heinz Deecke

Bildquelle: Dresdner Karate Team

Anwendung aus Nijushiho
Anwendung aus Nijushiho
Kata Sochin Ablauf
li. Marco Laib, 4. DAN Karate, 4. DAN Kyusho Jitsu re. Fritz Oblinger, Stilrichtungsreferent des Bayrischen Karatebundes, 8. DAN Karate, 6. DAN Kyusho Jitsu

Lehrgangsvorschau Oktober

Wir wollen doch die Lehrgänge die momentan möglich sind nutzen. Darum, auf nach Dresden. Etwas interessanteres ist aktuell nicht anzubieten. Zwei hochkarätige Meister im Doppelpack, was will man mehr.